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"Vortragsabende-Uelsen"

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mit der Frohen Botschaft der rettenden Gnade Gottes.

28. Februar

"Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelstein und Perlen, denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum!" Offenbarung 18:16

Lies: Jesaja 5: 8-24                                                                                                                                                                                                                                                           8 Weh denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt! 9 Es ist in meinen Ohren das Wort des HERRN Zebaoth: Fürwahr, die vielen Häuser sollen veröden, die großen und feinen unbewohnt sein, 10 denn zehn Morgen Weinberg sollen nur einen Eimer geben und ein Sack Saat nur einen Scheffel. 11 Weh denen, die des Morgens früh auf sind, dem Saufen nachzugehen, und sitzen bis in die Nacht, dass sie der Wein erhitzt. 12 Und sie haben Harfen, Zithern, Pauken, Pfeifen und Wein bei ihren Gelagen, aber sehen nicht auf das Werk des HERRN und schauen nicht auf das Tun seiner Hände! 13 Darum ist mein Volk weggeführt worden, weil es keine Erkenntnis hatte, und seine Vornehmen mussten Hunger leiden und die lärmende Menge Durst. 14 Darum hat das Totenreich den Schlund weit aufgesperrt und den Rachen aufgetan ohne Maß, dass hinunterfährt, was da prangt und lärmt, alle Übermütigen und Fröhlichen. 15 So wurde gebeugt der Mensch und gedemütigt der Mann, und die Augen der Hoffärtigen wurden erniedrigt, 16 aber der HERR Zebaoth war hoch im Gericht und Gott, der Heilige, erwies sich heilig in Gerechtigkeit. 17 Da werden dann Lämmer weiden wie auf ihrer Trift und Ziegen sich nähren in den Trümmerstätten der Wohlgenährten. 18 Weh denen, die das Unrecht herbeiziehen mit Stricken der Lüge und die Sünde mit Wagenseilen 19 und sprechen: Er lasse eilends und bald kommen sein Werk, dass wir's sehen; es nahe und treffe ein der Ratschluss des Heiligen Israels, dass wir ihn kennenlernen! 20 Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! 21 Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug! 22 Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und wackere Männer, starkes Getränk zu mischen, 23 die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind! 24 Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt und Stoppeln vergehen in der Flamme, so wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie haben verachtet die Weisung des HERRN Zebaoth und gelästert die Rede des Heiligen Israels.

 

Dieser Teil ist ein sechsfaches „Weh“. Der Prophet spricht „Weh“ über Menschen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt! Dies ist ein sehr aktuelles „Weh“ für diese Zeit, in der so viele versuchen, groß zu werden. Schauen Sie sich nur im Geschäftsleben an, wie Menschen durch Fusionen immer mehr die Kontrolle über alles und jeden erlangen wollen. "Sonst gehen wir unter" ist die übliche Ausrede. Nun, für viele ist eine Entschuldigung wohl notwendig, wenn man sieht, über wie viele "Leichen" man geht.

Nicht nur im Geschäftsleben, sondern auch im kirchlichen Bereich sehen wir, wie Menschen versuchen, mehr Griff auf andere zu bekommen, indem sie alles unter einen Nenner bringen. Schließlich können wir die Dinge dann auf eine immer größere Demension angehen. Aber dies verliert oft den Respekt vor dem Einzelnen und man setzt auf Masseninstinkte und Masseneffekte. Aber es hat unbestreitbar "Ergebnisse". Und deshalb sind wir so berauscht vom Erfolg, dass wir zuerst die Abhängigkeit vom lebendigen Herrn verlieren und sie dann bald auch nicht mehr vermissen, weil wir uns selbst zum König gemacht haben.

 

Aber nicht jeder lebt in diesem Ansturm des Erfolgs. Es gibt immer noch diejenigen, die nach Gott fragen. Sie wissen, dass er in der Nacht wie ein Dieb kommt. „Gesegnet ist, wer wacht“, sagt unser Herr (Offenbarung 16:15). Denn eines Tages wird sich eine Menge großartiger Anstrengungen, auch im geistlichen Bereich, als gescheitert erweisen. Aber bis dahin werden die Großen weiterhin ihre Feste feiern. Ach ja, so ab und zu noch ein frommes kleines Gespräch zwischen den Gläsern durch: "Er beeile sich, er erledige seine Arbeit schnell, damit wir es noch sehen können" (Vers19). Ja, jeder wird sehen, wie seine Wurzel wie Torf austrocknen wird, "weil sie das Gesetz des HERRN der Heerscharen abgelehnt und das Wort des Heiligen Israels verachtet haben" (Vers24).